Monat: März 2018

 

Kennst Du dieses Spiel auch noch? Blumen zerpflücken zugunsten einer vagen Hoffnung auf Liebe?
(ob die Jungs das überhaupt auch gespielt haben, frage ich mich gerade… hmm… was wäre denn die männliche Version von diesem Spiel? Wenn Du es weißt, dann klär mich bitte auf!)

Aber was steckte denn dahinter?

Der Wunsch nach Liebe, Aufmerksamkeit, ja, Anerkennung natürlich.

Und dieses Bedürfnis ist nicht nur völlig menschlich, sondern auch tief in uns verankert.

Denn: wenn unser Clan uns damals nicht gemocht hätte, hätten wir nicht mit in die Höhle gedurft. Und dann hätte uns der Säbelzahntiger gefressen.

Es ist also okay, gemocht werden zu wollen. Die Frage ist nur: ist das immer möglich – und immer zielführend, es zu versuchen? 

Im Job ist es einfach hilfreich, von Kollegen gemocht zu werden (und diese im Gegenzug auch zu mögen), weil dann bessere Stimmung herrscht, Du leichter Beziehungen aufbauen kannst und damit meistens besser und effektiver arbeiten kannst.

Es ist auch hilfreich, von Deiner Schwiegermutter gemocht zu werden (und diese im Gegenzug auch zu mögen), weil es das Leben einfach leichter macht.

Aber was ist, wenn Du das Gefühl hast, dass Dich Deine Kollegin partout nicht leiden kann?  

Nun ja, überleg mal, ob Du sie leiden kannst, oder Du ihre Körperfülle, ihren Körpergeruch und ihre Aufdringlichkeit als einzige Grenzüberschreitung ansiehst?

Vielleicht müsst Ihr Euch auch gar nicht mögen – vielleicht schafft Ihr es, Euch gegenseitig zu respektieren und die Arbeit so aufzuteilen, dass Ihr möglichst wenig Berührungspunkte (igitt, allein der Gedanke…!) habt.

Wir müssen nicht jeden mögen.

Und wir müssen auch nicht von jedem gemocht werden – auch wenn es schön wäre 🙂

Und wenn jemand Dich nicht mag, dann geh doch einfach mit Sabrina Setlur – „Du liebst mich nicht – dann lieb ich Dich jetzt auch nicht mehr“ 🙂

..und wir wären nicht die Berufsoptimierer, wenn wir nicht auch eine Folge zu ebendiesem Thema parat hätten –  >>> hier <<< geht es zur Folge „Jemanden nicht mögen – zwanghaftes Harmoniebedürfnis“.

Es war einmal eine Schnecke, die ganz gemütlich durch die Natur kroch, bis sie bei einem Kirschbaum ankam. Diesen wollte sie erklimmen.

Während die Schnecke begann, Millimeter für Millimeter an diesem Baum hochzukriechen, hörte sie von oben eine Stimme, die rief:

„Hey, du lahme Schnecke! Nimmst du dir da nicht ein bisschen viel vor? Wer hoch hinaus will, der fällt tief. Lass es sein, du bist nur eine Schnecke, das schaffst du nie!“

Die Schnecke erkannte hoch oben im Baum einen Mistkäfer sitzen, der versuchte, die Schnecke von ihrem Vorhaben abzubringen. Die Schnecke aber war fest entschlossen, ihr Ziel zu erreichen und antwortete:

„Du kannst mich mal! Sag was du willst, ich schaffe das. Ich erreiche mein Ziel – ganz egal wie schwierig es auch wird!“

Der Mistkäfer weiter:

„Niemals, gib auf! Du bist zu schwach, das kannst du nie. Warum machst du dir das Leben so schwer, finde dich damit ab, dass du für solche Aktionen einfach nicht geschaffen bist!“

Das ließ die Schnecke nicht auf sich sitzen und entgegnete ihm keck:

„Merkst du eigentlich nicht, dass du nur Blödsinn von dir gibst? Wie du siehst, beeindruckt mich dein Geschwätz in keinster Weise. Also lass mich in Ruhe. Du kannst mich nicht davon abhalten, durchzuhalten!“

Der Mistkäfer überlegte, wie er die Schnecke aufhalten könnte. Er grübelte und versuchte krampfhaft, einen Weg zu finden, die Schnecke zum Aufgeben zu bewegen. Nach einiger Zeit wandte er sich erneut der Schnecke zu und rief:

„Hey, was bringt dir denn all die Anstrengung, hast du nicht geschnallt, dass noch nicht mal Kirschen am Baum sind?“

Der Mistkäfer war ganz stolz auf seinen tollen Einwand, bis er die Schnecke hörte:

„Du hast recht! Im Moment sind keine Kirschen am Baum, doch bis ich oben angekommen bin, sind wieder welche da!“

(Autor unbekannt)

Was willst du sein – Schnecke oder Mistkäfer? Die Entscheidung liegt bei dir!

Warum erzählen wir dir das?

Egal, wie langsam du bist – solange du ein Ziel vor Augen hast, wirst du es erreichen. 

In der Freelancer-Strategie beschreiben wir einen alternativen Weg der Jobsuche. Angelehnt an die Strategien von Selbstständigen („Freelancern“), ist dies ein Prinzip, sich initiativ zu bewerben.

Es ist keine Strategie, die dich schon morgen in den Traumjob bringt. Aber, wie die Geschichte verdeutlicht, ist langsam manchmal genau die richtige Geschwindigkeit.

Weil du vielleicht genau dadurch zur rechten Zeit am rechten Ort bist. 

Im zweiten Teil der Freelancer-Strategie geht es um die Zielfirmenliste (klicke hier, um ihn dir anzuhören). Wichtig ist hierbei das Wort „Ziel“ (Zielfirmenliste ist auch nur eine Abkürzung – eigentlich heißt es „Zielfirmen-im-Auge-behalten-und-dann-zur-rechten-Zeit-zuschlagen-Liste“).

Und egal, was die Mistkäfer rufen – es ist DEIN Ziel. DEIN Tempo. DEIN Leben!

Vielleicht hast Du diesen Satz schon mal gehört. Aber stimmt das denn auch?

Ja, tut es. Denn: wir Menschen sind Rudeltiere – noch aus der Steinzeit wissen wir, dass wir nur in der Gemeinschaft Schutz haben und überleben können.

Und um zu einer Gemeinschaft zu gehören, müssen wir sein wie die anderen, sonst werden wir verstoßen.

Also passen wir uns an.

Hast Du schon mal erlebt, dass Du Dich in einer Gesellschaft komisch fühltest, wenn Du deutlich anders warst als die anderen?

Weil Du z.B. der Einzige bist, der studiert hat, weil Du vielleicht ein teureres Auto fährst, oder weil Du im Urlaub lieber durch Thailand trampst statt nach Mallorca zu fliegen? Wie hast Du diese Situation erlebt – warst Du stolz auf Deine Abenteuer als Rucksackreisender und hast begeistert darüber erzählt, und alle haben an Deinen Lippen gehangen? Oder war die Reaktion eher verhalten, und Du hast Dich ein bisschen wie ein Exot gefühlt – und schnell über etwas anderes gesprochen?

Ich kenne solche Situationen sehr gut, da ich in Kenya großgeworden bin. Ich fand das immer super, und hätte hier in Deutschland gerne über meine Erfahrungen berichtet. Aber oft nur betretenes oder irritiertes Schweigen geerntet.

Also habe ich aufgehört, darüber zu erzählen – und wirkte nach außen wie alle anderen. Vielleicht ein wenig stiller, weil ich mir bestimmte Themen selber „verboten“ hatte.

Wir versuchen instinktiv, uns anzupassen, weil wir nicht als Aufschneider oder Angeber dastehen wollen. Und dabei kann es passieren, dass wir immer gleicher werden, weil wir es mit allen Mitteln vermeiden wollen, einen Exotenstatus zu bekommen.

Denn dann besteht die Gefahr, dass wir aus der Gruppe ausgestoßen werden.

Nun angenommen, Du möchtest im Job etwas erreichen. 

Vielleicht strebst Du eine Führungsposition an, möchtest Dich gerne selbstständig machen, oder einfach nur einen Job haben, in dem Du richtig aufgehst.

Wie reagiert Dein Umfeld wohl darauf, wenn Du die unvermeidbaren Opfer bringst – Du gehst am Wochenende auf Seminare statt zum Fußball, Du gehst abends auf Netzwerkveranstaltungen, statt Dich mit Deinem Freund aufs Sofa zu setzen und Krimis zu gucken. Und vielleicht liest Du auch „komische“ Bücher wie „Mit dem Elefant durch die Wand“ oder „Denke nach und werde reich“.

Je nachdem, wie krass der Unterschied ist, werden Deine Freunde und Deine Familie Dich komisch angucken. Und Du wirst Dich ob deren Reaktionen komisch fühlen.

Und vielleicht hörst Du dann auf, und machst lieber wieder das, was alle machen.

Wie wäre es aber, wenn Du eine Gruppe von Menschen hättest, die Dich in Deinem Vorhaben unterstützen, weil sie selber weiterkommen wollen? Würde Dich das motivieren, dranzubleiben? Bestimmt oder?

Eine Mastermind ist genau so eine Gruppe! Und sie ist ein unversiegbarer Quell an Ideen und Motivation!!

Aber um wirklich effektiv zu sein und Dir das zu bringen, was Du möchtest, sollten einige Dinge beachtet werden. In unserem Interview mit Nana Pfeiffer sprechen wir genau darüber.

Nana geht aber noch einen Schritt weiter als nur Interviews zum Thema zu geben – sie hat einen kompletten Online-Kurs zum Thema erstellt: „TheMastermindGenius“.

Wenn Du Dich mit dem Gedanken trägst, eine Mastermind zu gründen, oder bereits eine hast, die Dir aber nicht ganz das bringt, was Du Dir erhofft hast, solltest Du Dir  u n b e d i n g t  Nanas Kurs zulegen. Und vergiss nicht, den Code „Katja-und-Bastian“ einzugeben, dann bekommst Du auch noch €100,- Rabatt!

 

Du bist absolut einzigartig.

Die Kombination aus Fähigkeiten, Stärken, Vorlieben und Erfahrungen, die Du mitbringst, gibt es in dieser Form nicht noch einmal auf der Welt.

Du bist, wirklich und wahrhaftig, und ohne zu übertreiben, absolut und ganz und gar einzigartig!

Warum schreibe ich das?

Weil die meisten von uns sich nicht für etwas Besonderes halten. Weil viele von uns glauben, dass das, was sie jeden Tag tun, absolut „normal“ ist und alle das tun.

Vielmehr ist es für Dich „normal“, Dinge so zu tun, wie Du sie tust.
Für viele andere ist es etwas Besonderes.

Vielen von uns (Frauen? Nicht nur, denke ich!) wurde als Kind beigebracht, bescheiden und zurückhaltend zu sein – ja, Bescheidenheit galt sogar als eine preußische Tugend!

Der Gegenpol dazu ist „Angeberei“ (und niemand mag Angeber…)

Und nun stehst Du da mit Deinem Talent, und weißt nicht, wie Du Dich als Bewerber richtig „verkaufen“ sollst, um nicht als Mauerblümchen zu erscheinen  – und gleichzeitig nicht der Angeberei verdächtigt zu werden.

Gefangen zwischen zwei gegensätzlichen Glaubenssätzen (und vielleicht sogar noch dem dritten, dass Verkaufen etwas Anrüchiges ist.)

Was nun? 

  1. Mach Dir klar, dass Du tatsächlich einzigartig bist. Das heißt nicht, dass nur Du bestimmte Dinge kannst – wenn Du nicht gerade Spinnenfäden aus Deinen Händen hervorschießen lassen kannst, werden Deine Fähigkeiten bei dem einen oder anderen Anderen auch vorkommen. Aber niemand kombiniert seine Stärken, Neigungen und Werte mit den Erfahrungen, wie Du! Das macht Dich einzigartig!
  2. Überlege, was Deine Stärken sind. Wenn Du sie nicht benennen kannst (oder zu bescheiden dazu bist), überlege Dir Situationen im Job, die Du gut gemeistert hast (nutze dazu die PETES-Methode, die wir in einer früheren Folge mal vorgestellt haben). Denke dabei besonders an Situationen, in denen alles stimmte und Du richtig gute Ergebnisse erzielt hast. Was hast Du getan? Welche Stärken und Fähigkeiten haben Dir ermöglicht, das Problem genau so zu lösen, wie Du es gelöst hast?
  3. Versuche, die Situationen zu abstrahieren – was ist das Resultat für die Firma, wenn Du Deinen Supermananzug anziehst und man Dich „einfach machen“ lässt? Was kommt dabei raus? Dieser Schritt ist wichtig, denn hierbei geht es um den Nutzen für die Firma. Den Unternehmen ist es egal, ob Du teamfähig bist – ihnen ist wichtig, dass die Teams effektiv und ohne Reibungsverluste zusammenarbeiten.
  4. Formuliere daraus Deinen USP, Deine Unique Selling Proposition. Welche Deiner Fähigkeiten kombinierst Du miteinander, und was ist das Ergebnis für die Firma? (wenn Du mehr über USP wissen möchtest, oder den Prozess etwas kleinschrittiger brauchst, kann ich Dir diesen Blogartikel empfehlen). Diese Kombination aus Fähigkeiten und Endergebnis ist das, was Dich einzigartig macht.
  5. Kombiniere Deinen USP mit Deinen Zielen, um einen guten, knackigen Elevator Pitch zu erhalten.

Kommt Dir das alles sehr marketinglastig vor?
Ist es auch – Be-werbung kommt ja auch von Werben.
Und Du bist Dein eigenes Produkt!

Und wenn Du Deinen USP schon mal herausgearbeitet, Deinen Elevator Pitch formuliert und Dich als eigenes Produkt verstanden hast, kannst Du Dich auch gleich selber launchen. 🙂

Was heißt das? 

Bei einem Produktlaunch sitzt man auch nicht einfach rum und wartet darauf, dass ein Kunde das tolle neue Produkt endlich entdeckt – man geht raus und bietet es aktiv an.

Wie das in der Bewerbungsphase genau funktioniert, erklären wir Dir in unserer Folge „Die Freelancer-Strategie“.

 

Der Werte-Index 2016 hat es offenbart:

Endlich kennen wir unsere 10 wichtigsten Werte!

Demnach ist unser wichtigster Wert der Deutschen Gesundheit.

Nachvollziehbar – vor allem für diejenigen von uns, die nicht mit guter Gesundheit gesegnet sind oder die einen kranken Angehörigen haben.

An zweiter Stelle liegt Freiheit.

Das bringt uns schon mehr – aber im Positiven – ins Grübeln. Gesundheit ist nicht selbstverständlich, das wissen wir alle. Aber Freiheit sollte für uns Deutsche doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein – zumindest für die nach 1990 oder in Westdeutschland Geborenen.

Und dennoch ist Freiheit der zweitwichtigste Wert – was, wie wir finden, doch von großer Dankbarkeit und Demut zeugt, dass wir in Deutschland in Freiheit leben können.

Der drittwichtigste Wert der Deutschen? Erfolg!

An dritter Stelle – vor Familie und Co? Sind wir ein Volk von erfolgshungrigen Ellenbogendrückern? Hmm, wir schauen mal weiter.

An 4. Stelle: Natur.

Wie müssen wir uns das jetzt vorstellen – ein Smoothie-trinkender Yuppie, der mitten am Tag (Stichwort Freiheit!) mit hochgekrempelter Anzughose (Brioni? Armani?) barfuss durch die Wiesen tollt und Rehkitze kost? Wir sind verwirrt.

Wert Nummero 5: Gemeinschaft.

Aha, das macht er also mit anderen zusammen.

Nummer 6 lautet Familie.

Und seinen Kindern sowie Onkels und Tanten.

Der siebtwichtigste Wert ist Sicherheit.

Okay… Trägt er dabei eine schusssichere Weste? Oder geht er doch lieber zurück ins Büro, um seinen sicheren Job nicht zu verlieren? Ein Rätsel..

An achter Stelle liegt dann Anerkennung.

Dabei ist es ihm wichtig, dass andere toll finden, was er so macht.

Nummer 9? Gerechtigkeit.

Und er legt großen Wert darauf, dass seine Kollegen auch durch die Wiesen tollen und Rehkitze kosen dürfen.

Und an zehnter und letzter Stelle liegt Nachhaltigkeit!

Dabei dürfen die heimischen Gräser aber bitte nicht zerdrückt und keine Käfer zertrampelt werden, damit die nachfolgenden Generationen auch noch durch die Wiesen tollen und Rehkitze kosen können!

Frei nach Asterix: Die spinnen, die Deutschen!

Nun ja – es gibt wahrscheinlich wenig Deutsche, die diese Werte genau in dieser Reihenfolge so benennen würden. Deshalb hinkt das Bild, dass wir für Dich gezeichnet haben, etwas (barfuss auf der Wiese? Bestimmt in eine Biene getreten.. schämen sollte er sich – Bienen sind eine bedrohte Tierart! Soviel zum Thema Nachhaltigkeit…)

Spaß beiseite.

Werte sind natürlich wichtig – sie sind unser Kompass im Leben, und werden sie verletzt, geht es uns meist richtig schlecht.

Deshalb ist es gut zu wissen, was die eigenen Werte sind. Und zumindest auch eine ungefähre Vorstellung davon zu haben, welches für Dich selber der höchste Wert ist, und welche Werte niedriger priorisiert sind.

Aber eben die eigenen Werte – nicht die der anderen.

Deshalb bringt uns so eine statistische Auswertung nicht wirklich weiter.

Viel interessanter ist es deshalb, für Dich selber zu überlegen, was Dir wirklich wichtig ist (eine, wie wir finden, tolle Übersicht über Werte findest Du hier)

Möchtest Du mehr darüber wissen, warum Werte in der beruflichen Neuorientierung wichtig sein können? Dann hör Dir unsere Folge zum Thema an  – und mach unseren kleinen Wertebattle mit 🙂

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Gefühlen.

Achte auf Deine Gefühle, denn sie werden zu Worten.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

(Weisheit aus unbekannter Quelle)

 

Aber wie soll das denn gehen – Gedanken kommen doch von alleine…

WIRKLICH?!

Im Prinzip ja – da wir im Durchschnitt schätzungsweise 70.000 (siebzig!) Gedanken am Tag denken, kommen diese natürlich von alleine.

Aber wir entscheiden, auf welche Gedanken wir unseren Fokus legen.

Und das sind dann diejenigen, die wir bewusst wahrnehmen.

Und damit diejenigen, die unsere Gefühle bestimmen.

Und aus denen werden.. – ach, ich glaube, Du verstehst, was wir meinen. 🙂

Wie können wir aber unseren Fokus bewusst steuern?

Indem wir uns erstmal fragen, worauf wir uns überhaupt fokussieren wollen.

Möglichst auf die positiven Dinge, schlagen wir vor. 🙂

Im nächsten Schritt hilft es, bewusst und absichtlich die positiven Dinge zu suchen.

Du findest, dass Kassiererinnen immer unfreundlich sind?

Achte beim nächsten Einkauf mal bewusst darauf – und wenn eine freundlich ist, notiere es Dir.

Denn das ist das Geheimnis, wenn Du ganz gezielt Deine Gedanken positiv beeinflussen willst: führe ein Power-Tagebuch (auch Dankbarkeits-Tagebuch genannt).

Dadurch achtest Du nämlich stärker auf die positiven Dinge (Du willst ja was zum Eintragen haben).

Und sie fallen Dir mehr auf.

Und von den 70.000 Gedanken am Tag nimmst Du plötzlich viel mehr schöne Gedanken wahr.

Und dadurch wird Dein Leben viel schöner.

Dafür kannst Du entweder ein einfaches Notizbuch verwenden – oder Dich von gezielten, geführten Fragen leiten lassen, wie sie in dem wunderbaren 6-Minuten-Tagebuch vorgegeben sind.

In unserem Interview mit Alexander Müller von GEDANKENtanken, geht es genau darum: wie beeinflussen unsere Gedanken unser Leben – und unseren Erfolg.

Kannst Du Dich noch an das Lied „Oops!… I did it again!“ von Britney Spears aus dem Jahr 2000 erinnern? 

Ein riesiger Hit zu dieser Zeit auf allen Kanälen. Im Lied geht es darum, dass die Protagonistin wieder einmal „versehentlich“ (weil sie es nicht ernst meint) einen Mann dazu bringt, sich unsterblich in sie zu verlieben – und alles für sie zu tun.

Das dazugehörige Musikvideo, das auf MTV in Dauerschleife lief (für die U-30-jährigen: das YouTube der 90er), wird ungefähr bei Minute 2:40 von einem Dialog unterbrochen, der an den Film „Titanic“ mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet angelehnt ist:

Der verliebte Jungspund überreicht seiner Angebeteten Britney ein kostbares Schmuckstück.

Sie öffnet die Schatulle und sagt: „Wait a minute – isn’t this….?!?“

Er antwortet „Yes, yes, it is!“

Sie: „But I thought the old lady dropped it in the ocean in the end..“

Er: „I went down and got it for you!“

Sie: „Aww, you shouldn’t have!“

(Muss mir das peinlich sein, dass ich den Dialog immer noch auswendig herunterschreiben kann…?).

Unglaublich kitschig, oder?

(das Musikvideo gibt es übrigens immer noch bei YouTube zu sehen)

Warum schreibe ich das? 

Weil ich Dir vom „sunk cost effect“ erzählen möchte (die dazugehörige Folge findest Du hier)

Sunk costs sind Kosten, die man buchstäblich versenkt hat, und die nicht wieder zurückzuholen sind. Das heißt, dass eine Entscheidung, wie es weitergehen soll, nicht davon beeinflusst werden sollte, was man bisher investiert hat. 

Übertragen auf den Job könnte beispielsweise der Eine oder Andere denken, dass er nun so viele Jahre in einem Beruf gearbeitet hat, und diese Zeit ja nicht umsonst gewesen sein soll – und deshalb in diesem Job bleibt, obwohl er total unglücklich ist.

Oder dass jemand schon einiges an Zeit und Geld in Studium und Fortbildungen gesteckt hat, um dann festzustellen, dass es doch die falsche Richtung war – aber sich nicht traut, umzuschwenken, weil er ja schon so viel da rein investiert hat.

Um wieder die Kurve zu Kate und Leo zu bekommen: stell Dir vor, Du bist der verliebte junge Mann, und tauchst nach der Kette für Deine Angebetete. Und Du tauchst immer tiefer – vergeblich. Mit dem Bild Deiner Geliebten vor Augen tauchst Du weiter, von dem tiefen Willen beseelt, den Schmuck zu finden. Du denkst „jetzt tauche ich schon so lange, das kann doch nicht vergeblich gewesen sein“. Und tauchst weiter.

Irgendwann hört das Schiff, das Dich zum Tauchplatz gebracht hat, auf, auf Dich zu warten und nach Dir zu suchen. Und fährt weiter. Die Gelegenheit, zu Deiner Geliebten zurückzukehren, ist verstrichen. 

Egal, wie lange Du schon getaucht bist – verlier Dein eigentliches Ziel nicht aus den Augen. 

Ist Dein Ziel, Deiner Geliebten schönen, seltenen und besonders wertvollen Schmuck zu schenken? Oder ist Dein eigentliches Ziel nicht vielmehr, mit ihr zusammen glücklich zu sein?

Ist Dein Ziel, dass sich jede Entscheidung in Deinem Leben „rechnet“? Oder sollte Dein eigentliches Ziel nicht vielmehr sein, ein glückliches und erfülltes Berufsleben zu haben?

Denk mal drüber nach 😉

Hasst Du auch Entscheidungen?

Das Gefühl, man könnte etwas verpassen – einfach schrecklich..

Wenn wir doch nur eine Glaskugel hätten, um vorher den zu wissen, wie es ausgeht, um dann die beste Entscheidung fällen zu können. (Erinnerst Du Dich an den Film „Sliding Doors“? Da ging es um unterschiedliche Wendungen derselben Geschichte, abhängig davon, welche Entscheidung die Protagonisten getroffen haben.)

Aber wir haben keine Glaskugel.
Selbst Du nicht.
Deshalb musst Du Dich manchmal entscheiden!

Ich weiß – manchmal ist es zu verlockend, andere entscheiden zu lassen.

Dich interessiert der süße Dunkelhaarige – aber seinen blonden Freund findest Du auch toll?

Die mit den frechen Sommersprossen! Oder doch lieber ihre Kollegin – die hat so schöne, äh, Augen!

Erzähl es ihnen einfach. Sollen sie doch entscheiden, mit wem Du nach Hause gehst – nachher baggerst Du noch den/die Falschen an, den, der glücklich verliebt ist.

Nicht wirklich, oder?!

(Warum es uns überhaupt so schwer fällt, uns zu entscheiden, beschreibt Roland Kopp-Wichmann sehr anschaulich in seinem Blog-Artikel „Ich kann mich nicht entscheiden“.)

Eine vergleichbare Situation riskierst Du, wenn Du Dich auf mehrere Stellen in einem Unternehmen bewirbst. 

Was aber tun, wenn zwei wirklich, wirklich spannende Stellen ausgeschrieben sind?

Dann solltest Du zumindest folgendes beachten:

  1. Prüfe gaaaanz genau, ob wirklich alle Stellen gleich gut passen und Dich gleichermaßen interessieren
  2. Prüfe noch mal
  3. Besprich es mit jemandem
  4. Entscheide Dich dann für eine Stelle, und bewirb Dich auf diese.
  5. Wenn doch 2 Stellen (und maximal 2!!) dabei sind, die für Dich gleich nah am Traumjob sind, schreib ganz individuelle, passgenaue Anschreiben, in denen Du genau darauf eingehst, warum Deine Qualifikationen so gut auf die jeweilige Stelle passen.
  6. Bleib transparent und mach Querverweise in beiden Anschreiben
  7. Noch besser: ruf vorher an und besprich das mit dem zuständigen Recruiter
  8. geh genau auf Deine Motivation ein, warum Du so gerne in dieser Firma arbeiten würdest
  9. Verschicke beide Bewerbungen separat!

Auf keinen Fall solltest Du:

  1. ein Standardanschreiben für beide Stellen nehmen (das solltest Du sowieso nie tun!!)
  2. beide Bewerbungen der Einfachheit halber in eine Email packen
  3. nicht begründen können, warum Du genau auf diese Stellen passt
  4. mehr als 2 Bewerbungen in eine Firma losschicken

Wenn Du noch mehr hören willst, empfehlen wir Dir unsere Podcastfolge „Mehrfachbewerbungen“

 

Wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe. (Götz Werner, Gründer und Aufsichtsratmitglied von dm-drogerie markt, *1944).

Anders ausgedrückt: wenn Du etwas wirklich willst, dann findest Du Wege, es zu erreichen.

Wenn Du etwas aber nicht so wirklich willst, nicht aus vollem Herzen – dann findest Du Gründe, warum es nicht klappt.

Nicht klappen kann!

Dieses Zitat ist übrigens der Leitspruch von Tom Kaules (er verkürzt ihn etwas auf „Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe“), dessen Interview heute online gegangen ist.

Tom ist echt ein faszinierender Typ: seit fast vier Jahren ist er mit seiner Frau Enida in einem 12-Meter-Wohnmobil auf Weltreise.

Und lebt von seinem Podcast „TomsTalkTime.com

Aber Podcaster ist nicht seine erste Karriere – sondern seine bislang dritte. 

Hör mal rein, was er so erzählt ; seine Geschichte ist echt spannend!

Aber warum beginne ich diesen Artikel mit seinem Zitat?

Nun ja – weil die Entstehungsgeschichte des Interviews da sehr gut zu passt.

Ursprünglich sollte das Interview um 20.30 deutscher Zeit stattfinden. Aber irgendwie kam unser Terminierungstool mit der Zeitverschiebung durcheinander, so dass Tom bereits um 19.30 auf uns wartete – wir aber noch nicht bereit waren, weil Bastian noch einen Termin hatte.

Um 21.00 deutscher Zeit hatte Tom aber seinerseits ein Interview zu führen.

Da das Interview aber schon drei Tage später, also heute, online gehen sollte, waren wir in der Bredouille.

Denn die Alternative lautete: 22.30

Und ich war echt krank – und ziemlich erkältet.

Was haben wir also gemacht?

Wir haben das Interview geführt – um 22.30 (mein Mikro musste ich gefühlte 50x ausschalten, um nicht mitten ins Interview reinzuhusten).

Wer will, findet Wege. 🙂

Und wir wollen diesen Podcast und seinen Erfolg, mit ganzem Herzen 🙂 Und deshalb geben wir alles!

Wie sieht es in Deinem Leben aus? 

Gibt es etwas, für das Du mit solcher Leidenschaft brennst, dass Du auch um 22.30 noch daran sitzen würdest, wenn es nötig wäre?

Oder gehörst Du zu denen, die sagen, sie würden gerne Karriere machen (einen besseren Job haben, oder mehr Geld, oder was weiß ich), die aber immer Gründe finden, warum das nicht geht?

„Der Chef kann mich eh nicht leiden“; „Frauen kommen nun mal nicht in Führungspositionen“

Natürlich kann es Gründe geben, warum es bis jetzt nicht geklappt hat. Aber vielleicht gibt es auch Wege, diese Gründe auszuhebeln?

„Alle sagten, das geht nicht. Und dann kam einer, der wusste das nicht – und hat es einfach gemacht“

Deshalb: manchmal nicht so viel darüber nachdenken, ob es geht oder nicht, was Du willst.

Sondern einfach mal machen.

Wege finden.

 

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