Uups!… Ich hab’s wieder getan!

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Kannst Du Dich noch an das Lied „Oops!… I did it again!“ von Britney Spears aus dem Jahr 2000 erinnern? 

Ein riesiger Hit zu dieser Zeit auf allen Kanälen. Im Lied geht es darum, dass die Protagonistin wieder einmal „versehentlich“ (weil sie es nicht ernst meint) einen Mann dazu bringt, sich unsterblich in sie zu verlieben – und alles für sie zu tun.

Das dazugehörige Musikvideo, das auf MTV in Dauerschleife lief (für die U-30-jährigen: das YouTube der 90er), wird ungefähr bei Minute 2:40 von einem Dialog unterbrochen, der an den Film „Titanic“ mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet angelehnt ist:

Der verliebte Jungspund überreicht seiner Angebeteten Britney ein kostbares Schmuckstück.

Sie öffnet die Schatulle und sagt: „Wait a minute – isn’t this….?!?“

Er antwortet „Yes, yes, it is!“

Sie: „But I thought the old lady dropped it in the ocean in the end..“

Er: „I went down and got it for you!“

Sie: „Aww, you shouldn’t have!“

(Muss mir das peinlich sein, dass ich den Dialog immer noch auswendig herunterschreiben kann…?).

Unglaublich kitschig, oder?

(das Musikvideo gibt es übrigens immer noch bei YouTube zu sehen)

Warum schreibe ich das? 

Weil ich Dir vom „sunk cost effect“ erzählen möchte (die dazugehörige Folge findest Du hier)

Sunk costs sind Kosten, die man buchstäblich versenkt hat, und die nicht wieder zurückzuholen sind. Das heißt, dass eine Entscheidung, wie es weitergehen soll, nicht davon beeinflusst werden sollte, was man bisher investiert hat. 

Übertragen auf den Job könnte beispielsweise der Eine oder Andere denken, dass er nun so viele Jahre in einem Beruf gearbeitet hat, und diese Zeit ja nicht umsonst gewesen sein soll – und deshalb in diesem Job bleibt, obwohl er total unglücklich ist.

Oder dass jemand schon einiges an Zeit und Geld in Studium und Fortbildungen gesteckt hat, um dann festzustellen, dass es doch die falsche Richtung war – aber sich nicht traut, umzuschwenken, weil er ja schon so viel da rein investiert hat.

Um wieder die Kurve zu Kate und Leo zu bekommen: stell Dir vor, Du bist der verliebte junge Mann, und tauchst nach der Kette für Deine Angebetete. Und Du tauchst immer tiefer – vergeblich. Mit dem Bild Deiner Geliebten vor Augen tauchst Du weiter, von dem tiefen Willen beseelt, den Schmuck zu finden. Du denkst „jetzt tauche ich schon so lange, das kann doch nicht vergeblich gewesen sein“. Und tauchst weiter.

Irgendwann hört das Schiff, das Dich zum Tauchplatz gebracht hat, auf, auf Dich zu warten und nach Dir zu suchen. Und fährt weiter. Die Gelegenheit, zu Deiner Geliebten zurückzukehren, ist verstrichen. 

Egal, wie lange Du schon getaucht bist – verlier Dein eigentliches Ziel nicht aus den Augen. 

Ist Dein Ziel, Deiner Geliebten schönen, seltenen und besonders wertvollen Schmuck zu schenken? Oder ist Dein eigentliches Ziel nicht vielmehr, mit ihr zusammen glücklich zu sein?

Ist Dein Ziel, dass sich jede Entscheidung in Deinem Leben „rechnet“? Oder sollte Dein eigentliches Ziel nicht vielmehr sein, ein glückliches und erfülltes Berufsleben zu haben?

Denk mal drüber nach 😉

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