Monat: April 2018

 

Die Berufsoptimierer feiern Einjähriges!

Und was war es für ein ereignisreiches Jahr für uns Berufsoptimierer!

Wie fing es an, was haben wir gelernt?

Am 1. Januar 2017 waren wir noch Katja und Bastian.

Sie: Trainerin, Beraterin und Karriere- und Bewerbungscoach.

Er: Recruiter, Hobbyfotograf und Nachwuchscoach mit den ersten institutionellen Kunden.

Irgendwann im Februar fassten wir dann den Entschluss, unsere Ressourcen zu bündeln und neben unseren jeweils eigenen Businesses das Abenteuer Podcast zu starten.

Startschuss: 26.4., die Geburtsstunde des Berufsoptimierer-Podcasts.

Ziemlich neu, naiv, aber engagiert schrieben wir seitenlange Abhandlungen für unsere Podcastfolgen.

Brauchten gefühlte 20 Versuche, um, vor einer mit einer Decke verhangenen Schrankwand sitzend, um den Hall zu schlucken, den Anfang der ersten Folge aufzunehmen.

Und waren bei unserem ersten Interview mit Felix Plötz noch so aufgeregt, dass wir ganz vergassen, dass wir auch Hörer haben – und haben nur die Fragen gestellt, die uns interessierten.

Mittlerweile sind wir älter und weiser.. 😉

..und haben selbstverständlich alles im Griff..

(..wenn wir nicht gerade Interviews aus Facebook löschen, die nirgendwo anders aufgezeichnet sind, vergessen, emails zu beantworten, oder uns von unseren Interviewgästen die Butter vom Brot nehmen lassen..)

Ende letzten Jahres hatten wir schon mal ein 2017er-Fazit gezogen – und wenn ich mir das so durchlese, hat das immer noch seine Gültigkeit:

  1. Zu zweit ist man weniger allein!

Anders ausgedrückt: tut Euch zusammen! Das macht mehr Spaß, Ihr könnt Euch gegenseitig beflügeln und es hilft, dran zu bleiben.

  1. Mach Fehler. Aber mach!

Niemand ist perfekt. Am Anfang nicht, und später auch nicht. Zu sitzen und zu warten, bis Du perfekt  bist, macht also gar keinen Sinn.

  1. Bleib dran!

Auch wenn es schwierig wird, und Du an Deiner Kompetenz, Deinen Ideen oder an dem Vorhaben an sich zweifelst – wenn Du grundsätzlich der Meinung bist, dass es der richtige Weg ist, bleib dran! Punkt 1 wird Dir dabei helfen.

  1. Sei einfach Du selbst – alle anderen gibt es schon!

Mach es so, wie es für DICH gut anfühlt. Authentische Menschen kommen besser an, und es wird sich für Dich nicht wie schwere Arbeit anfühlen, wenn Du dabei Du selbst sein kannst.

  1. Reflektiere Dich regelmäßig, aber steh Dir dabei nicht im Weg!

Halte hin und wieder inne und überlege, ob Du das, was Du tust, so tust, wie Du es willst – und ob Du es gut machst. Aber überdenke nicht jeden Prozess jeden Monat, bis Du ihn totverbessert hast (siehe Punkt 2)

  1. Stelle Vereinbarungen über Erwartungen

Erwarte nichts von Deinem Partner oder Kollegen – vereinbare lieber Dinge. Dadurch könnt Ihr sicher sein, dass Ihr über das Gleiche sprecht. (darüber haben wir sogar eine ganze Podcastfolge gemacht)

Und jetzt ist unser Baby schon 1 Jahr alt – und ist es nicht süß 😉

 

Vor fast 18 Jahren lernte ich meinen jetzigen Mann kennen (ich war ungefähr 12 ;-)). Ich fand ihn sofort gut – er war witzig, er war ironisch, er war hilfsbereit. (Ist er übrigens heute noch) Eine Sache, die mich außerdem besonders beeindruckte, war sein Auto: er fuhr einen Mercedes CLK 320. Anthrazit. Sehr schick!

 

Für mich war das ein Zeichen von Erfolg. Aber nicht im Sinne von „Erfolg = Geld“. Sondern im Sinne von, „er ist erfolgreich, also macht er seinen Job offensichtlich gut“.

Und das hat mich beeindruckt.

 

Es gibt verschiedene Definitionen von Erfolg, und jeder hat wohl seine eigene. Vor wenigen Wochen hatten wir Julien Backhaus im Interview (hier geht es übrigens zum Interview). Julien ist 32 und galt als der jüngste Verleger Deutschlands, als er mit 24 den Backhaus Verlag gründete. Heute verlegt er Print- und Online-Magazine wie z.B. das Sachwert Magazin und das ERFOLGMagazin, und interviewt dafür Menschen wie Wladimir Klitschko, Bülent Ceylan und Tokio Hotel. Auf Facebook kann man ihn in seiner Serie „Backhaus Daily“ dabei beobachten, wie er mit seinem Privatjet in der Gegend herumdüst, Vorträge hält und sich mit berühmten Leuten trifft.

 

Kurz: nach allen gängigen Maßstäben würde ich Julien als erfolgreichen Menschen beschreiben.

 

Und natürlich konnten wir uns nicht verkneifen, ihm genau diese Frage zu stellen: „Was ist für dich Erfolg?“. Nicht gerechnet hatten wir mit seiner Antwort, die da lautete: „Erfolg ist für mich Glück“.

 

Erfolg ist Glück. Anders ausgedrückt: ein glücklicher Mensch ist ein erfolgreicher Mensch.

 

Natürlich könnte man argumentieren, dass es leicht ist, glücklich zu sein, wenn jemand so reich ist wie Julien (bzw. so reich ist, wie wir annehmen, dass Julien ist). Aber es gibt ganz bestimmt auch unglückliche Reiche, genauso wie es unglückliche Arme gibt.

 

Wenn wir aber einfach mal von der Hypothese ausgehen, dass Glück erfolgreich macht, sollten wir dann nicht aufhören, uns die Frage zu stellen, „wie werde ich erfolgreich?“, sondern vielmehr fragen, „wie werde ich glücklich?“. Und da Glück ja meistens kein Dauerzustand ist, sondern aus vielen kleinen glücklichen Momenten besteht, könnten wir uns im nächsten Schritt die Frage stellen, „was macht mich glücklich?“. Und wenn wir wissen, was uns glücklich macht, können wir diese Situationen bewusst herbeiführen.

 

Ich weiss zum Beispiel, dass es mich glücklich macht, draußen zu sein. Mich macht es auch glücklich zu schreiben. Und mich macht es glücklich, wenn meine beiden Söhne schön zusammenspielen (was nicht immer der Fall ist).

 

Während ich diesen Text schreibe, sitze ich auf unserem üppig blühenden Balkon (den übrigens mein Mann bepflanzt hat – im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass er auch einen grünen Daumen hat :-)), und meine Jungs spielen gemeinsam im Sandkasten. Also: in diesem Augenblick bin ich glücklich!

Wie wäre es, wenn wir einfach viel mehr glückliche Momente sammeln würden – so ganz absichtlich? Wären wir dann nicht alle viel erfolgreicher?

 

Und wie wäre es, wenn wir einfach im Beruf viel mehr Dinge tun, die uns Freude machen? Hätten wir dann nicht viel mehr dieser glücklichen Momente? Und wären wir dadurch nicht viel erfolgreicher? Und – und jetzt wird es ganz verrückt – würden wir dann unseren Job nicht viel besser machen? Und würde dann nicht auch die andere Definition von Erfolg greifen, nämlich, dass erfolgreich ist, wer seinen Job gut macht?

 

Nee, ich glaube, das geht nicht. Zu verrückt die Idee. Vergiss es einfach. 🙂

 

P.S.: Da ich ja nicht nur gerne rede, sondern auch gerne schreibe, hat mir Julien angeboten, einen Artikel für sein ERFOLGMagazin zu verfassen. Cool, oder?

Kennst Du den Ausdruck „I’m caught between a rock and a hard place“?

Das deutsche Äquivalent wäre „ich habe die Wahl zwischen Pest und Cholera“.

Anders ausgedrückt: egal, wie ich mich entscheide – es ist immer Sch… 

(wobei wir uns, wenn wir das deutsche Sprichwort nehmen, für die Cholera entscheiden sollten – die ist nämlich nur in 1% der Fälle tödlich, während die Pest 60-80% der Erkrankten dahinrafft..)

Wie viele Menschen kennst Du, die in ihrem Job kreuzunglücklich sind, aber scheinbar keine andere Wahl haben, weil sie ja Sachzwängen unterliegen? Das Haus, das abbezahlt werden muss? Die Raten fürs Auto? Der Lebensstandard?

All das hält sie davon ab, glücklich zu sein. 

(In unserer dieser Podcastfolge sprechen wir genau über diese Sachzwänge – und mögliche Lösungen).

Es ist eine belegte Gesetzmäßigkeit, dass die Ausgaben mit den Einnahmen steigen. D.h. dass wir mit jeder Gehaltserhöhung unsere Ausgaben hochschrauben. Total normal, völlig natürlich. Und das Geld kommt ja im Normalfall auch monatlich auf Dein Konto.

Schwierig wird es, wenn der hochbezahlte Job plötzlich keinen Spaß mehr, oder sogar krank macht. Oder wenn die Firma umstrukturiert und die Mitarbeiter mit den höchsten Gehältern vor die Tür setzt – so dass wir gezwungen sind, uns einen Job mit einem vergleichbar hohen Lohnniveau zu suchen.

Egal, ob wir uns darin wohlfühlen oder nicht. 

Und das ist die Crux an der Sache: fügen wir uns dem Sachzwang und nehmen einen Job an, der uns unglücklich macht, um unseren Lebensstandard halten zu können (rock)?

Oder senken wir den Lebensstandard, um uns im Beruf zu verwirklichen (hard place)?

Hmm…
Gibt es keine anderen Möglichkeiten?

Vielleicht findest Du in einem Hobby, einer nebenberuflichen Selbstständigkeit oder einem Ehrenamt den Ausgleich und die Freude, die Du in Deinem Job nicht hast?

(Ein extrem empfehlenswertes Buch ist „Das 4-Stunden Startup – wie Sie Träume verwirklichen, ohne zu kündigen“ von Felix Plötz)

Oder vielleicht kannst Du (möglicherweise mit Unterstützung eines Coachs) eine Mittel- bis Langfriststrategie entwickeln, um Dich aus Deinem Job zu befreien? Z.B. indem Du Dich nebenher weiterbildest, um in ein paar Jahren umzusatteln, aber dennoch das Lohnniveau einigermaßen halten zu können?

Vielleicht könnt Ihr als Paar die Rollenverteilung neu aushandeln?

Vielleicht müssen aber auch einfach Deine Finanzen neu strukturiert werden, möglicherweise mit Hilfe eines Finanzcoachs, um Dir die Freiheit zu geben, Dir einen niedriger dotierten Job zu suchen?

Versuche herauszufinden, was die Cholera, also das kleinere Übel, ist. Und entscheide Dich dafür!

Frage an die Jungs: würdest du dich trauen, Frauenkleider anzuziehen, um die Mädels besser zu verstehen?

Und an die Mädels unter Euch: könntest du dir vorstellen, in eine Männerrolle zu schlüpfen, um die Männerwelt näher kennenzulernen?

Ich wage zu behaupten, dass sich bei den meisten Männern bei dem Gedanken alleine die Fußnägel aufrollen, und sie diese Vorstellung weeiit von sich weisen. Habe ich recht?

Für die Frauen ist die Idee vielleicht auch eher merkwürdig, aber da Hosen ja schon seit Jahrzehnten unisex sind, ist das gedanklich vielleicht nicht so ganz weit weg.

Aber woran liegt es denn, dass wir auch im Jahr 2018 so in unseren Geschlechterrollen verwurzelt sind? 

Vor nunmehr fast zwei Jahren habe ich bei der High Performance Masterclass von Alexander Hartmann (die für mich lebensverändernd war und ich deswegen nur wirklich jedem!! ans Herz legen kann!! Nähere Infos gibt’s >>> hier  <<<) den Auftritt eines Schauspielers gesehen.

Sein Thema war die gläserne Decke – im Kopf. 

In meinen Notizen dieses Auftritts steht u.a.:

„Wo habe ich gläserne Grenzen im Kopf?

Wo nehme ich mir die Macht oder gebe mir die Erlaubnis, etwas doch zu tun?

Weil ich so tue, als ob etwas schon Wirklichkeit wäre, kommt die Wirklichkeit irgendwann hinterher – wenn ich übe, übe, übe.

Auch verrückte Ideen können ihren Platz finden“

Was diese ganzen Fragen ausgelöst hat, und was das mit Frauenkleidern zu tun hat?

Gaston Florin, der besagte Schauspieler, hat sich vor einigen Jahren in eine Frauenrolle eingearbeitet, Jaqueline.

Und Jaqueline ist mit der Zeit quasi sein zweites Ich geworden.

In seinem Vortrag erzählte Gaston, dass er am Anfang einfach nur als Frau verkleidet war, und sich als eine solche unter Leute gemischt hat, mit Freundinnen ausgegangen ist usw., um uns Frauen zu studieren – unsere Bewegungen, unseren Gang, unsere Ausdrucksweise. Mit dem Ziel, dies alles zu kopieren.

Mit der Zeit hat er sich so in diese Rolle eingefühlt, dass die Menschen um ihn herum nach kurzer Zeit vergaßen, dass eigentlich ein Mann hinter diesem etwas molligen, mittelalten französischen Showgirl steckt.

Und, noch krasser – er fing an, wie eine Frau zu denken und zu fühlen, wenn er Jaqueline war.

Nein, nicht so wie du jetzt denkst – Jaqueline bekam beispielsweise Angst, als sie nach einem Auftritt nachts alleine nach Hause ging, und plötzlich Männerschritte hinter sich hörte.

Und als sie für die Moderation eines mehrtägigen Zauberkongresses angefragt wurde, war ihr erster Gedanke „Was ziehe ich nur an!?!“

Mit anderen Worten: er hat so lange eine Frau „gespielt“, bis niemand mehr den Unterschied erkennen konnte und er in den Augen der anderen zur Frau „wurde“.

Mittlerweile hält Jaqueline Vorträge zum Thema Gender, gibt Workshops für Frauen, die sich im Beruf behaupten wollen und hält Vorträge über Kommunikation zwischen Mann und Frau. Manchmal mit, manchmal ohne „Monsieur Gaston“.

So finden auch verrückte Ideen manchmal einen Platz in unserem Leben…

Wir hatten die verrückte Idee, beide zusammen zu interviewen – und es ist uns gelungen, sie davon zu überzeugen (hat aber nicht allzu lange gedauert – Gastons Spaß am Spiel und der Herausforderungen hat schnell übernommen!)

Und es ist ein extrem spannendes Interview geworden – mir blieb zeitweilig der Mund fast offen stehen, wie Gaston zwischen den Rollen geswitcht ist. Phänomenal!!!

Hör einfach mal rein und überzeuge dich selbst – >>> hier <<< geht es zum Interview!

Wo sind deine gläsernen Grenzen im Kopf? Und an welcher Stelle gibst du dir die Erlaubnis, etwas doch zu tun – trotz der gläsernen Decke?

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