Glücklich im Job – ist das wirklich so schwer?

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Heute in einer Seminarpause brandete eine interessante Diskussion auf. In meiner Vorstellung erzähle ich ja immer, dass ich nach 20 Jahren Lufthansa aufgrund von Umstrukturierungen freiwillig aus dem Unternehmen ausgeschieden bin, und mich daraufhin komplett neu orientiert habe. Dass ich jetzt etwas ganz anderes mache, ist offensichtlich: vorher war ich angestellt, jetzt bin ich selbstständig, vorher war ich Flight Managerin (was den meisten nichts sagt), heute bin ich Trainerin, Coach und Podcasterin und unterstütze Menschen dabei, ihre Flügel zu entfalten.

Das Gespräch in der Pause drehte sich darum, dass die meisten Menschen sich aufgrund von finanziellen Gegebenheiten selten komplett umorientieren können, weil sie ja nun mal ihre Fixkosten decken müssen. Und dass es in der heutigen, stressigen Zeit auch nicht so einfach möglich ist, sich nebenher etwas anderes aufzubauen.

Ich bin geneigt, dem zuzustimmen, weil ich mich selber auch erst dann bewegt habe, als die Rahmenbedingungen stimmten – sprich, mir der Ausstieg durch eine Abfindung und eine begleitende Outplacement-Beratung versüßt wurde. Vorher hatte ich ein paar (erfolglose) Versuche unternommen, mir nebenher etwas aufzubauen, was mir aber nicht wirklich gelungen ist. Warum? Meine Not war nicht groß genug (mir machte mein Job im Prinzip viel Spaß), und die Alternativen, die ich damals sah, waren für mich nicht attraktiv genug. Dass ich schlussendlich gegangen bin, hing dann aber auch mit der Tatsache zusammen, dass mir sehr bewusst war, dass mir der Job nicht noch 27 Jahre bis zur Rente Spaß machen würde, und dass es am Standort Düsseldorf für mich keine interessanten anderen Möglichkeiten gab.

Was aber wäre passiert, wenn sich die Gelegenheit nicht ergeben hätte, ich geblieben wäre, und mir der Job zwei, drei Jahre später nicht mehr so viel Spaß gemacht hätte? Wäre ich dann freiwillig gegangen, ohne Abfindung? Hätte ich es geschafft, mir nebenbei etwas aufzubauen, und wäre dann später ausgestiegen? Ich habe keine Ahnung.

Andererseits kenne ich Menschen, die eine gutgehende Firma aufgaben, um etwas ganz anderes zu machen. Die sich neben einem zeitaufwändigen Job am Wochenende eine Selbstständigkeit aufgebaut haben. Was unterscheidet diese Menschen von anderen?

In der Regel gibt es zwei Motivationen, freiwillig etwas zu ändern: von etwas weg oder zu etwas hin.

„Von etwas weg“ als Motivator bedeutet, dass der Schmerz oder die Not in der aktuellen Situation so groß ist, dass wir es einfach nicht mehr ertragen können (oder wollen). Weil entweder der Druck so groß ist, dass die ersten Kollegen schon wegen Burnout ausgefallen sind und wir selber kurz davor stehen. Weil der Körper schon deutliche Warnzeichen wie einen Herzinfarkt, Panikattacken oder einen Hörsturz gesendet hat. Oder weil wir uns jedes Mal fast übergeben müssen, wenn wir das Büro betreten – und das schon seit einigen Jahren. Dann, vielleicht – aber auch nur vielleiiiicht – verändern wir etwas und schauen uns um.

Der zweite Motivator ist „zu etwas hin“. In diesem Fall ist das Jetzt ganz okay – es gibt nichts zu meckern, wir kriegen alles gut gestemmt, alles passt „soweit“. Wenn da nicht dieser Traum wäre…. dieser Wunsch, diese Vision, die in uns schlummert, und die wir schon seit einigen Jahren nähren und beschützen wie ein Baby. Diese Vision von einem besseren Leben. Manchmal ist diese Vision gar nicht besonders deutlich, sondern nur so ein vages Gefühl – das Gefühl, dass da noch mehr geht. Und irgendwann kriegen wir einen Impuls, einen Stubser. Vielleicht haben wir einen Podcast gehört. Vielleicht haben wir ein Buch gelesen. Vielleicht hat uns jemand gefragt, was wir bereuen würden, wenn wir auf dem Sterbebett liegen. Oder vielleicht haben wir diesen Blogartikel gelesen. Und wir denken: „JA! Es ist Zeit. Es ist Zeit, etwas zu ändern. Es ist Zeit, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist Zeit, mich auf den Weg zu machen – auch wenn ich noch nicht weiß, wohin dieser Weg führt. Auch wenn meine Vision noch irgendwo da draußen im Nebel liegt.“

Es gibt mehr als „einfach nur okay“. Es gibt Jobs, Berufe, Tätigkeiten, die RICHTIG SPASS machen. Nicht in jeder Sekunde – aber immer wieder, und immer öfter. Es gibt Menschen da draußen, die so ticken wie du, und die Spaß an den gleichen Dingen haben. Es gibt es, das MEHR! (Auch wenn dein Umfeld etwas anderes behauptet).

Seit meinem Ausstieg bei Lufthansa vor 4 und dem Start meiner Selbstständigkeit vor gut 3 Jahren habe ich fast 200 Klienten beraten. Ein Großteil von ihnen war von Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen oder war bereits arbeitslos. Fast allen wurde das Geschenk einer kleinen Auszeit zuteil, in der sie sich sammeln konnten, in der sie reflektieren konnten, in der sie sich neu orientieren konnten. (Ja, ich sage bewusst „Geschenk“, auch wenn die meisten Arbeitslosigkeit nicht als ein solches ansehen. Aber wann hat man schon die Gelegenheit, sich aus dem Berufsalltag rauszuziehen und über sich selbst nachzudenken? Bezahlt? Mit Unterstützung eines guten Coaches, der auf berufliche Neuorientierung spezialisiert ist?). Sehr häufig habe ich Sätze gehört wie, „man müsste mal..“, „eigentlich könnte ich ja…“. Und jedes Mal blutete mir das Herz. Wer ist den „man“? Und was genau „müsste“ man denn – und wer sagt das überhaupt?!

Jeder Mann und jede Frau trägt Verantwortung für ihr eigenes Leben. Damit trägt auch jeder Verantwortung dafür, dass er oder sie glücklich im Job ist. Wir haben es alle selbst in der Hand – alles andere sind Ausreden. Natürlich wollen die Rechnungen bezahlt werden! Aber wenn wir es wirklich wollen (und nicht mit 80 unseren Enkeln sagen wollen, dass wir zwar immer unsere Pflicht getan, aber eigentlich nie das gemacht haben, was unser Herz zum Singen bringt), dann finden wir Wege. Und es gibt Unterstützung da draußen!

Genau aus diesem Grunde, und genau für diese Sorte Mensch (für dich?) haben wir unsere Traumjobschmiede konzipiert. Wir wissen, wie schwer es ist, das zu finden, was uns wirklich Freude macht – und wir wissen, wie wertvoll eine gute Unterstützung sein kann. Wir haben so vielen Menschen in der Einzelberatung dabei geholfen, in ihrem Job wieder glücklich zu werden, oder einen Job zu finden, der besser zu ihnen passt – jetzt ist es Zeit, damit in die Breite zu gehen und dieses Geschenk mehr Menschen zugänglich zu machen. Sag nicht mehr „man müsste mal…“ – mach es. Meld dich an. Sei dabei. Wir freuen uns auf dich!!

Herzlichst, deine Katja

P.S. nähere Informationen über die Traumjobschmiede findest du hier..

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