Bastian & Katja,
24 min

Folge 060: Krank zur Arbeit

Dezember 20, 2017

 

Laufende Nasen, tränende Augen – kaum jemand, den es zu dieser Jahreszeit nicht erwischt hat. Und dann stellt sich für die meisten die Frage: geh ich zur Arbeit – oder melde ich mich krank?

Die Hälfte der Deutschen hat sich im letzten Jahr schon einmal krank zur Arbeit geschleppt – aus Pflichtgefühl, Angst oder Rücksichtnahme. Auch wir können uns davon nicht freimachen – auch uns hat der Virus des Präsentismus schon mal erwischt. Aber tun wir den Kollegen damit wirklich einen Gefallen? Und uns selber?

Einer Studie zufolge (gefunden in diesem Artikel von Impulse) hilft Präsentismus den Unternehmen nicht, im Gegenteil: Präsentismus kostet richtig Geld. Und zwar im Durchschnitt € 2394,- pro Kopf und pro Jahr. Warum? Weil wir dadurch andere Kollegen anstecken, ggf. selber hinterher noch länger ausfallen oder Fehler machen, weil wir nicht so richtig fit und konzentriert sind.

Woran liegt das aber, dass so vielen Leuten das dennoch passiert, obwohl wir es eigentlich besser wissen müssten?

  1. Kollegialität – wir wollen die Kollegen nicht im Stich lassen
  2. Wahrung des sozialen Ansehens – Indianerherz kennt keinen Schmerz, oder: nur die Harten komm‘ in Garten
  3. Pflichtgefühl gegenüber der Arbeit – „ich muss doch nur noch das eine fertig machen“
  4. Furcht vor negativen Konsequenzen – sei es die Angst vor Kündigung, vor Statusverlust oder um die Entfristung
  5. Ablenkung – „mir fällt zu Hause die Decke auf den Kopf“

Und was machst Du, wenn Du für bestimmte Aufgaben tatsächlich unentbehrlich bist, diese aber zu bestimmten Fristen fertig sein müssen?

Sprecht über eine Vertretungsregelung / Notfallregelung / einen Plan B.

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